Haie im Schatten des Massenaussterbens

Iris Feichtinger

Das kreidezeitliche Massenaussterben ist vor allem durch das Verschwinden der Dinosaurier bekannt. Aber wie stark waren Haie in tiefmarinen Lebensräumen davon betroffen? Da von Knorpelfischen meist nur Zähne erhalten sind, ist eine große Probennahme im Ausmaß von mehreren 100 kg nötig, um eine realistische Aussage über Diversität und die Intensität eines Massenaussterbens treffen zu können. Deshalb erfolgt eine umfangreiche Probennahme von etwa 400 kg Sediment nahe Emona (Bulgarien) durch ein Team aus Amateurpaläontologen, Studentinnen und Mitarbeiterinnen des Naturhistorischen Museums Wien. Nachdem das Sediment bis auf kleinere Partikel aufgelöst wurde, werden die Zähne mithilfe diverser Mikroskoptechniken ausgepickt, abgebildet und taxonomisch bestimmt.